#BilderBuchBaum: Wo ihr mich findet

Foto: Susanne Brandt

Die in Israel geborene und in der Schweiz lebende Künstlerin Taltal Levi lässt in ihrem Bilderbuch »Wo ihr mich findet« mit Bildern in warmen Farben und wenigen Worten ein Mädchen von sich und der Welt erzählen: unaufgeregt, sensibel, beschreibend. Etwas schüchtern wirkt es zunächst, kaum wahrgenommen. Aber je weiter das Mädchen sich hineinwagt in die Natur, desto deutlicher merkt es: „Mit jedem Schritt werden meine Füße leichter.“ Dann kommt die Nacht. Momente der Angst. Und Erfahrungen der Überwindung von Angst. Am Ende – das Licht des neuen Tags, eine neue Freundschaft, eine salzige Brise im Gesicht – und ein gestärktes Gefühl der Geborgenheit bei vertrauten Menschen wie in der Natur.

Dieses Buch lässt auf den großflächigen Bildseiten und zwischen den wenigen Worten viel Raum zum Nachdenken, zum Deuten und Erzählen. Offen bleibt, ob das Mädchen wirklich allein draußen übernachtet oder ob es sich mit den Bildern von Fuchs und Meer im Haus weit weg träumt in die Natur. Beides ist möglich. Und für beide Möglichkeiten gilt: Es kommt auf die leichter werdenden Schritte an, mit denen man – real oder imaginär – aus einer bedrückenden Situation hinaustreten, die Blickrichtung verändern und schließlich neu in Beziehung treten kann zum Gewohnten wie zum Erstaunlichen. Um das erleben oder sich vorstellen zu können – dazu braucht es einen guten Vorrat an Naturerfahrungen und -bildern: Licht und Dunkelheit, die Meeresbrise, Kälte und Wärme, Tag und Nacht.

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