„A million stories“. Geschichten hören – Geschichten erzählen in der Stadtbibliothek Köln

Jeder Mensch hat eine Geschichte – und jede Geschichte ist es wert, gehört zu werden. Unter dieser Maxime hat sich die Stadtbibliothek Köln mit Bibliotheken aus Roskilde (Dänemark), Malmö (Schweden) und Athen (Griechenland) zusammengetan, um die Geschichten von Menschen aufzuzeichnen, die erst seit kurzer Zeit Teil unserer Gesellschaft sind: Menschen mit Fluchterfahrung. Die Stadtbibliothek Köln nimmt an dem EU-Projekt „A Million Stories“ teil, das geflüchteten Menschen ein Forum bietet, ihre persönlichen Erfahrungen und Geschichten zu dokumentieren und zu veröffentlichen.

Im Aufbau befindet sich eine interkulturelle und multimediale Sammlung von Geschichten, die das Leben schreibt: Kindheit, Herkunft, Ausbildung, Wünsche und Hoffnungen – aber eben auch Not, Kummer, Flucht und Ungewissheit. „A Million Stories“ möchte diese Migrationsgeschichten bewahren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Eine solche Sammlung ist kostbar. Sie lenkt den Blick auf die Herkunftsländer der Geflüchteten, beleuchtet die aktuellen Lebensumstände seit ihrer Ankunft in Deutschland und regt den Austausch zwischen den Geflüchteten und Menschen in Deutschland an. Begleitet wird das Projekt durch Ausstellungen und andere Aktivitäten.

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Integration durch Teilhabe bei Medienprojekten – ein Überblick für den Raum Hamburg

Die Anliegen und Lebenssituationen von Geflüchteten in Deutschland haben sich seit 2015 in mancher Hinsicht verändert. Viele erleben inzwischen verbesserte Teilhabemöglichkeiten durch wachsende Sprachkenntnisse, profitieren von Maßnahmen der schulischen und beruflichen Bildung und sind immer besser in der Lage, sich kreativ einzubringen in gesellschaftliche Aktivitäten, kulturellen Austausch und Themen des Zusammenlebens.

Das geschieht z.B. über Medien, Zeitungen und Online-Magazine, die redaktionell von oft international zusammengesetzten Teams betreut werden und sich als lebendige Austausch-Plattform „von Menschen, mit Menschen, für Menschen“ aus verschiedenen Ländern verstehen.

Bibliotheken sollten solche Medien in ihrer Region kennen und ggf. Auskunft dazu geben können. Denkbar wäre auch, dass Themen aus der interkulturellen Bibliotheksarbeit dort vorgestellt werden oder journalistische Schreibgruppen mit Geflüchteten in der Bibliothek einen Treffpunkt für Austausch und Recherche finden, um ihre Texte dann in diesen Medien zu veröffentlichen. Integration durch Teilhabe bei Medienprojekten – ein Überblick für den Raum Hamburg weiterlesen

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Kindermedien und Erzählimpulse für die Integration zugewanderter Kinder

Wie kann die Integration von zugewanderten Kindern im Grundschulalter mit Mitteln der Lese- und Erzählförderung unterstützt werden? Um diese Frage ging es bei einem webinar der Stiftung Lesen am 7. Dezember 2017. Vorgestellt wurden praktische Anregungen, die zeigen, wie der Einsatz von bildorientierten Medien – Bilderbücher/Bildergeschichten, Boardstories, Kamishibai und Kinderzeitschriften – zur Sprachförderung und Integration beiträgt.

Eine Präsentation der dort erläuterten Vorschläge ist hier verlinkt: http://www.derlehrerclub.de/download.php?type=documentpdf&id=2151

Beispiel für Erzähltaler / Foto: S. Brandt, BZSH

Dabei ist auch Kreativität gefragt! Gezeigt wird in der Präsentation u.a., wie mit kleinen Gegenständen einzelne Motive aus der Geschichte an einem „roten Faden“ das Verstehen unterstützen und das Erzählen anregen. Sehr schön sind auch „Erzählsteine“, die mit Motiven bemalt und als Anlässe zum Sprechen genutzt werden.

Das gesamte webinar gibt es hier: http://www.derlehrerclub.de/service/Flucht_und_Integration/Webinar

Ideen weitergedacht…

Als Variations-Idee dazu: Für stabile „Erzähltaler“ lassen sich einfache Schraubdeckel nutzen, die mit permanenten Filzstiften bemalt oder mit Motiven aus Kinderbüchern oder eigenen Zeichnungen beklebt werden (die Vorlagen dazu lassen sich gut aus Verlagsprospekten aussschneiden und mit Folie überkleben). Kindermedien und Erzählimpulse für die Integration zugewanderter Kinder weiterlesen

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Geflüchtete unterstützen in der beruflichen Bildung – Informationen und Anregungen für Bibliotheken

Viele Bibliotheken sind an ihren jeweiligen Standorten eingebunden in ein Netz von Initiativen der freiwilligen Integrationshilfe für Geflüchtete:  Sie verfügen über Begegnungsräume,  Cafe- oder Lernbereiche, in denen Integrationslotsen und Sprachpartner sich mit zugewanderten Menschen treffen können, um die Sprachpraxis im Alltag zu vertiefen, voneinander zu lernen und sich gemeinsam über Hilfsmöglichkeiten bei individuellen Anliegen Gedanken zu machen. Diese Angebote der ehrenamtlichen Hilfe können und sollen die professionell geleiteten Kurse, Bildungs- und Integrationsmaßnahmen nicht ersetzen. Sie bieten in Ergänzung dazu jedoch eine oft notwendige individuelle Unterstützung und Motivation, die anders als in Kursen mit einer oft heterogenen Zusammensetzung genauer auf persönliche Fragen und Bedürfnisse abgestimmt werden kann.

Nachdem seit 2014 zunächst allgemeine Alltagsfragen und Orientierungshilfen beim Spracherwerb im Vordergrund standen, rücken jetzt zunehmend Fragen der beruflichen Bildung in den Fokus. In vielen Fällen geht es inzwischen um Arbeitsmarktintegration wie um fachsprachliche Unterstützung beim Besuch von Berufsschulen. Dabei werden andere Themen berührt, die auch für viele ehrenamtlich Engagierte eine neue Herausforderung bedeuten und erweiterte Kenntnisse erfordern. Die folgenden Links bieten vor diesem Hintergrund eine kleine Auswahl an Literatur und Informationen aus den Jahren 2016/2017, die für berufsbezogene Sprachpartnerschaften in Bibliotheken hilfreich sein können.

Die Linksammlung wird laufend ergänzt. Gern können hier auch aktuelle Beispiele für Angebote zur Unterstützung der Berufsbildung von Geflüchteten aus der Bibliothekspraxis vorgestellt werden. Entsprechende Hinweise sind herzlich willkommen!

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Büchereien als zentrale Orte der Integration

„Sprachräume – Büchereien für Integration“ ist ein von der Evangelischen Kirche im Rheinland mit der Büchereifachstelle und weiteren Partnern entwickeltes Projekt. Im Rahmen des von der EU geförderte Vorhabens wurden zunächst in 5 Pilotbüchereien Medienangebote und Serviceleistungen aufgebaut, die die Integration von zugewanderten Menschen unterstützen. Auf der Projekt-Homepage stellen die Projektpartner Informationen über die Angebote der Pilotbüchereien, die Weiterentwicklung des Projekts, nach Themen sortierte Buchempfehlungen, Veranstaltungsberichte u.v.m. zur Verfügung.

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Medien-Tipps für ein gutes Miteinander: Gemeinsames Singen und Spielen als wichtige Ressource

Titelillustration von Maneis, c Verlag Don Bosco

Musik und Kunst, Fantasie und Spiel sind wichtige Ressourcen für ein gelingendes Leben. Diese Erfahrung lässt sich mit Kindern aus aller Welt sammeln – in ihren Heimatländern wie auch mit den Liedern und Spielen, die sie als Geflüchtete mitbringen und hier mit anderen Menschen teilen.

Julia Erche und Alexander Jansen – beide als Musiktherapeuten wie auch durch verschiedene kultur- bzw. heilpädagogische Tätigkeitsbereiche seit Jahren vertraut mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Lebenssituationen – erfahren die Bedeutung dieser Ressourcen bei Begegnungen mit Menschen jeden Tag.

Mit großem Einfühlungsvermögen und gespitzten Ohren haben sie sich bei den Vorbereitungen für „Ich habe meine Musik mitgebracht“ von Kindern aus rund 20 Ländern – u.a. aus Afghanistan, aus dem Irak und Iran, sowie aus vielen afrikanischen Ländern – Lieder, Spiele und Geschichten zeigen lassen. Es handelt sich dabei überwiegend um traditionelle Volks- und Bewegungsverse bis hin zu dem medial tradierten Lied aus der arabischen „Sesamstraßen“-Version, das bei vielen Kindern bekannt und beliebt ist. Mit Übersetzungshilfe ist es gelungen, die Texte für uns lesbar in der jeweiligen Originalsprache wie auch in einer sinngemäßen Übertragung ins Deutsche für die Praxis zugänglich zu machen. Medien-Tipps für ein gutes Miteinander: Gemeinsames Singen und Spielen als wichtige Ressource weiterlesen

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Meet your neighbours – Begegnungsort Bibliothek

Wir reden nicht übereinander, sondern miteinander – unter diesem Motto sind Bibliotheken dazu eingeladen, als Begegnungsorte Veranstaltungen und Lesungen mit Geflüchteten zu initiieren. Alle dafür nötigen Voraussetzungen sind hier nachzulesen: WIR MACHEN DAS_Meet your neighbours_Kurztext

Eine Darstellung der Initiative im Rahmen des Aktionsbündnisses „Wir machen das“ ist hier zu finden:

http://wirmachendas.jetzt/topic/begegnungsorte/

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Informationsportal für ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe – auch in Büchereien

Im Verlauf von mehr als einem Jahr, in dem sich das ehrenamtliche Engagement für Geflohene auch in zahlreichen Büchereien entwickelt und verändert hat, sind zahlreiche Informationsportale entstanden, die dazu beitragen, die von vielen Seiten gefragten wie angebotenen Materialien für die Praxis mehr und mehr zu bündeln und leichter zugänglich zu machen. Eines davon ist das Portal:  http://fluechtlingshelfer.info/start/ Informationsportal für ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe – auch in Büchereien weiterlesen

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Praxis-Tipp: Arabisch vorlesen (lassen) – welche Schwierigkeiten können auftreten?

Mit dem deutlich wachsenden Angebot an deutsch-arabischen Kinder- und Bilderbüchern wird in der bilingualen Vorlesepraxis von Bibliotheken gelegentlich festgestellt, dass die arabischen Übersetzungen im Buch nicht immer geeignet scheinen, um spontan von Muttersprachlern aus dem arabischen Sprachraum vorgelesen zu werden.

Folgendes sollte man dazu wissen: Hocharabisch ist eine Mediensprache, die vor allem in der schriftlichen Kommunikation (so auch in Büchern und anderen Medien) genutzt wird und sich zugleich – je nach Herkunft der Vorlesenden – erheblich von den vielen verschiedenen arabischen Dialekten der arabischen Umgangs- und Erzählsprache unterscheiden kann (manchmal so wie z.B. der Unterschied zwischen Deutsch und Niederländisch). Praxis-Tipp: Arabisch vorlesen (lassen) – welche Schwierigkeiten können auftreten? weiterlesen

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Datenbank mit Ideen für die Medienpraxis mit Geflüchteten

Sie planen ein Medienprojekt mit geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen? Folgender Blog stellt zum einen zahlreiche erprobte Handlungsempfehlungen und zum anderen medienpädagogische Projekte zum Thema Medienpädagogik mit Geflüchteten mit ihren Schwerpunkten, Zielgruppen und Methoden vor. Eine breit nutzbare Datenbank mit zahlreichen Suchmöglichkeiten: http://medienpraxis-mit-gefluechteten.de/

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